Ausbildungsplatzb├Ârse

Ausbildungsgang

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit je nach schulischer (Fachhochschul- oder Hochschulreife) oder beruflicher Vorbildung (einer dem Berufsziel f├Ârderlichen anderen Berufsausbildung) verk├╝rzt werden.

Die Ausbildung findet in der Regel in dem f├╝r die Bundesrepublik Deutschland ├╝blichen Berufsausbildungssystem, der dualen Ausbildung an zwei Lernorten, statt. D.h., die ├╝berwiegend fachpraktische Ausbildung im Betrieb (betriebliche Ausbildung) und die fachtheoretische-allgemeine Bildung in der Berufsschule. Neben der Ausbildung in der Praxis besuchen die Auszubildenden in der Regel zweimal w├Âchentlich die Berufsschule und ggf. erg├Ąnzende Ausbildungsma├čnahmen (z.B. ausbildungsbegleitenden Unterricht, Pr├╝fungsvorbereitungslehrg├Ąnge).

Die Schwerpunkte der Ausbildung umfassen: Steuerwesen, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Die Ausbildung beinhaltet eine Zwischen- und Abschlusspr├╝fung, die vor der Steuerberaterkammer abgelegt werden.

Ausbildung mit Erfolg abschlie├čen

Das Programm "Ausbildungsbegleitende Hilfen" der Bundesagentur f├╝r Arbeit bietet Jugendlichen Unterst├╝tzung bei schlechten Noten oder anderen Hindernissen, die einem erfolgreichen Abschluss im Weg stehen. Dieses Programm steht Jugendlichen zur Seite, bevor es zu sp├Ąt ist. Weitere Informationen k├Ânnen der nachfolgend zum Download bereit gestellten Brosch├╝re "Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) - So schaffst du deine Ausbildung" der Bundesagentur f├╝r Arbeit entnommen werden.

Zust├Ąndigkeitsvereinbarungen gem├Ą├č  ┬ž 71 Abs. 9 BBiG zur Verbesserung der Ausbildungssituation geschlossen

Oftmals m├Âchten BewerberInnen f├╝r einen Ausbildungsplatz zum/zur Steuerfachangestellten aus Zeit- und Kostengr├╝nden eine Berufsschule in der N├Ąhe ihres Heimatortes oder im Rahmen eines ausbildungsintegrierten Studiums (Triales Modell) besuchen. Hieraus ergibt sich in Grenzgebieten die Situation, dass sich die gew├╝nschte Berufsschule in einem anderen Bundesland als die zust├Ąndige Kammer befinden kann. BewerberInnen k├Ânnten somit zwar die gew├╝nschte Berufsschule in einem anderen Bundesland besuchen, m├╝ssten aber die Zwischen- und Abschlusspr├╝fung bei der ├Ârtlich zust├Ąndigen Steuerberaterkammer des Ausbildungsbetriebes ablegen. Der Zwischen- und Abschlusspr├╝fung liegt jedoch der Lehrplan des jeweiligen Bundeslandes zugrunde, und damit differieren die Lehrpl├Ąne von Land zu Land. Wenn Auszubildende die Berufsschule eines anderen Bundeslandes besuchen, die Pr├╝fung jedoch dort nicht ablegen k├Ânnen, ist somit eine auf den ÔÇ×richtigen LehrplanÔÇť zugeschnittene Vorbereitung auf die Pr├╝fung nicht m├Âglich. Um diesen Nachteil f├╝r die Auszubildenden abzuwenden, hat die Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe im Interesse der potentiellen Bewerber sowie zur Sicherung des Ausbildungsberufes und damit zum Erhalt von Schulstandorten gemeinsam mit den Steuerberaterkammern Hessen und Rheinland-Pfalz sowie mit den Steuerberaterkammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine Zust├Ąndigkeitsvereinbarung nach ┬ž 71 Abs. 9 BBiG getroffen. Die jeweils zust├Ąndigen Finanzministerien der beteiligten L├Ąnder als oberste Landesbeh├Ârden haben die Vereinbarungen genehmigt.

Durch die Vereinbarungen kann nunmehr die Zust├Ąndigkeit einer anderen als nach den Regelungen des Berufsbildungsgesetzes f├╝r das entsprechende Ausbildungsverh├Ąltnis zur/zum Steuerfachangestellten ├Ârtlich zust├Ąndigen Kammer auf eine andere Kammer begr├╝ndet werden, wenn die/der Auszubildende dies bei der ├Ârtlich zust├Ąndigen Steuerberaterkammer vor Ausbildungsbeginn beantragt. In diesem Fall werden alle durch Gesetz zugewiesenen Aufgaben im Zusammenhang mit dem betreffenden Ausbildungsverh├Ąltnis durch die entsprechende Steuerberaterkammer wahrgenommen, wie die Registrierung des Berufsausbildungsvertrages in das Verzeichnis der Ausbildungsverh├Ąltnisse und die Durchf├╝hrung der Zwischen- und Abschlusspr├╝fung.

Mit dieser flexiblen Handhabung hat die Kammer ein bislang bestehendes Ausbildungshemmnis beseitigt und den Ausbildungsberuf weiter gesichert.

Ausbildungsstellen

Bewerben Sie sich um einen Ausbildungsplatz direkt bei einem Steuerberater oder Wirtschaftspr├╝fer bzw. deren Gesellschaften oder fragen Sie bei der Berufsberatung der f├╝r Sie regional zust├Ąndigen Agentur f├╝r Arbeit nach freien Ausbildungsstellen. Die bei der Agentur f├╝r Arbeit gemeldeten Ausbildungspl├Ątze werden im Internet (Jobb├Ârse) ver├Âffentlicht. Nutzen Sie auch die Ausbildungs-/ Praktikumsstellen-B├Ârse der Kammer.

Aufstiegs- und Fortbildungsm├Âglichkeiten

Im Anschluss an die Berufsausbildung sind Steuerfachangestellte in der Regel zun├Ąchst als Sachbearbeiter f├╝r die laufende Buchf├╝hrung, die Jahresabschl├╝sse sowie die steuerlichen Angelegenheiten bestimmter Mandanten zust├Ąndig. Wenn sie l├Ąngere Zeit im Beruf t├Ątig sind und sich qualifiziert haben, k├Ânnen sie verantwortungsvollere Aufgaben in der Praxis ├╝bernehmen.

Steuerfachangestellte m├╝ssen sich regelm├Ą├čig durch den Besuch von Seminaren und Lehrg├Ąngen weiterbilden, da sich insbesondere das Steuerrecht st├Ąndig ├Ąndert. F├╝r besonders qualifizierte Steuerfachangestellte, die nach der Abschlusspr├╝fung drei Jahre im Beruf t├Ątig waren, bietet die Kammer eine Fortbildungspr├╝fung zum/zur Steuerfachwirt/in an. Steuerfachwirte ├╝bernehmen qualifiziertere und anspruchsvollere T├Ątigkeiten in den Kanzleien. Au├čerdem ist die erfolgreiche Steuerfachwirtpr├╝fung der zweite Schritt zur Steuerberaterpr├╝fung.

Steuerfachwirte oder Bilanzbuchhalter k├Ânnen nach sieben Jahren Berufspraxis die Steuerberaterpr├╝fung ablegen. Wer ├╝ber diesen Abschluss nicht verf├╝gt, ben├Âtigt mindestens zehn Jahre auf dem Gebiet des Steuerwesens. Die geforderte praktische T├Ątigkeit muss mindestens 16 Wochenstunden umfassen.

F├╝r die Mitarbeiter im steuerberatenden Beruf besteht kein Tarifvertrag, so dass Vereinbarungen ├╝ber Gehalt, Urlaub und Nebenleistungen mit dem Arbeitgeber einzelvertraglich festgelegt werden m├╝ssen. Da die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach qualifizierten Steuerfachangestellten sehr gro├č ist, hat sich ein g├╝nstiges Gehaltsniveau herausgebildet.
 

Anerkennung von im Ausland erworbener Berufsqualifikationen

Das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (BQFG), kurz: Anerkennungsgesetz, ist am 01. April 2012 in Kraft getreten.

Gem├Ą├č ┬ž 8 Abs. 1 Nr. 5 BQFG ist die Steuerberaterkammer zust├Ąndige Stelle und damit Adressat f├╝r Antr├Ąge, die auf Feststellung der Gleichwertigkeit von vorhandenen beruflichen Qualifikationen mit denen von Steuerfachangestellten gerichtet sind.

Die Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe hat mit Zustimmung der jeweils zust├Ąndigen Finanzministerien gem├Ą├č ┬ž 8 Abs. 5 BQFG ihre Zust├Ąndigkeit auf die Steuerberaterkammer Niedersachsen ├╝bertragen, so dass alle Anfragen und Antr├Ąge an diese zu richten sind.

Die Adresse lautet:

Steuerberaterkammer Niedersachsen K.d.├Â.R.

Adenauerallee 20

30175 Hannover

Telefon:  0 5 1 1 - 2 8 8 9 0 0

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