Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen

Die Zulassungsvoraussetzungen für die Steuerfachwirtprüfung sind in den Prüfungsordnungen der Steuerberaterkammern in NRW geregelt.
Steuerfachangestellte können die Prüfung ablegen, wenn sie nach erfolgreicher Abschlussprüfung zum Ende des Monats, der dem schriftlichen Teil der Fortbildungsprüfung vorausgeht (30.11.), eine hauptberufliche praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuer- und Rechnungswesens von mindestens drei Jahren bei einem Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer, Rechtsanwalt, einer Steuerberatungsgesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Buchprüfungsgesellschaft oder Landwirtschaftlichen Buchstelle nachweisen können.

Für Mitarbeiter in den Steuerberaterpraxen mit anderer beruflicher Vorbildung bestehen nach § 9 Abs. 2 und 3 der Prüfungsordnung gesonderte Zulassungsvoraussetzungen.

Der Zugang zur Prüfung steht vielen offen. Für die anspruchsvolle Prüfung ist eine intensive Vorbereitung in Theorie und Praxis unerlässlich.

Prüfungsgebiete

Die Fortbildungsprüfung erstreckt sich nach der Prüfungsordnung auf folgende Gebiete:

  • Allgemeines Steuerrecht (Abgabenordnung, Bewertungsgesetz)
  • Besonderes Steuerrecht (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer)
  • Rechnungswesen (Buchführung und Jahresabschluss nach Handels- und Steuerrecht, Grundzüge der Jahresabschlussanalyse, Kosten- und Leistungsrechnung und Finanzierung),
  • Grundzüge des Bürgerlichen Rechts, des Handels- und Gesellschaftsrechts, des Sozialversicherungsrechts sowie des Steuerberatungsrechts.

Die Prüfung besteht aus vier Prüfungsfächern, und zwar aus einem schriftlichen Teil mit drei Klausuren und einer mündlichen Prüfung einschließlich eines kurzen Fachvortrags. Die schriftliche Prüfung findet in der Regel Anfang Dezember, die mündliche im Zeitraum von Ende Februar bis Anfang April des darauf folgenden Jahres statt.

Im schriftlichen Teil der Prüfung sind vier- bzw. fünfstündige Klausuren mit praxistypischen und fächerübergreifenden Aufgabenstellung aus folgenden Gebieten zu fertigen:

  • Steuerrecht I  (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer)
  • Steuerrecht II (Umsatzsteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Abgabenordnung, Bewertungsgesetz)
  • Rechnungswesen (Buchführung und Jahresabschluss nach Handels- und Steuerrecht, Grundzüge der Jahresabschlussanalyse, Kosten- und Leistungsrechnung und Finanzierung, Gesellschaftsrecht)

Der Prüfung liegt ein einheitlicher Anforderungskatalog zugrunde.