Steuerberater immer digitaler unterwegs - Karliczek und Henrichmann auf Einladung von Präsident Kaiser im Gespräch mit der StBK Westfalen-Lippe

Bildhinweis: Im Gespräch mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek und Marc Henrichmann (3.v.r.): Kammerpräsident Volker Kaiser, Vizepräsident Michael Steinrücke, stellvertretender Geschäftsführer Mike Ingenfeld, Geschäftsführer Dr. Gottfried Wacker und Vizepräsident Ulrich Hesse (v.l.) von der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe. Foto: Büro Marc Henrichmann

„Wir wissen Ihre gute Arbeit zu schätzen“, versicherten die CDU-Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek und Marc Henrichmann im Juni bei einem Gespräch mit Vorstand und Geschäftsführung der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe in Münster.

Weil die Arbeit in den gut 8.500 Büros in Westfalen-Lippe meist reibungslos laufe, werde sie weniger wahrgenommen, zollten die beiden münsterländischen Parlamentarier den Steuerberatern ihre Anerkennung. Allerdings hatte Kammerpräsident Volker Kaiser auch einige Beispiele parat, wo ihnen Politik den Alltag erleichtern könnte. Das begann bei oft zu kurzen Fristen, die Ministerien und Behörden setzten.

Um diese einzuhalten, fehlten dann auch schon einmal technische Voraussetzungen seitens der staatlichen Stellen. „Um das Kurzarbeitergeld zu prüfen, können wir die notwendigen Daten zwei Jahre lang auf elektronischem Weg zurückverfolgen“, berichtete Kaiser. Alles was länger zurückliege, müsse händisch erfolgen, was deutlich aufwändiger sei. Ärgerlich: Der zuständige Arbeitsminister Heil von der SPD habe ein Gespräch dazu mit dem Bundes-Kammerpräsidenten der Steuerberater verweigert.

Für Fragen der Digitalisierung hatte Kaiser mit Anja Karliczek und Marc Henrichmann, der in Berlin Berichterstatter seiner Fraktion in Fragen der Datenpolitik ist, kompetente Ansprechpartner vor Ort. „Unser Berufsstand ist gut digitalisiert“, unterstrich der Kammerpräsident. Das helfe allerdings dann wenig, wenn die andere Seite weniger weit sei: „Was digital zum Finanzamt geht, kommt oft analog zurück“, nannte er ein Beispiel.

Um dies zu ändern, habe die Vorgänger-Bundesregierung einiges in die Wege geleitet.

Die Parlamentarier erinnerten an das Onlinezugangsgesetz oder die sogenannte Registermodernisierung, die den Datenaustausch zwischen Behörden erleichtert. Während es auf technischer Seite vorangehe, ändere sich auch die Arbeit in den Amtsstuben: „Wir brauchen eine Nutzerorientierung in den Verwaltungen“, zeigten sich die CDU-Abgeordneten überzeugt.