Durchbruch bei Fristverlängerung

Der Deutsche Bundestag stimmte am 19. Mai 2022 der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses zu. Somit wird im Rahmen des Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes die Abgabefrist für die Steuererklärungen 2020 bis 2024 angemessen verlängert. Ein starkes Signal für den Berufsstand. Die BStBK setzte sich dafür seit Langem in ihren Stellungnahmen und bei zahlreichen Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern ein.

Wie von der BStBK gefordert, sieht der Gesetzgeber nun vor, neben der verlängerten Abgabefrist für die Steuererklärungen 2020 in beratenen Fällen bis zum 31. August 2022, auch die Frist für das Veranlagungsjahr 2021 um sechs Monate, mithin bis zum 31. August 2023 zu verlängern. Hieran anknüpfend sollen auch die Erklärungsfristen für 2022, 2023 und 2024 ausgeweitet werden, jedoch mit einer sukzessiven Fristabschmelzung.

Erfreulicherweise erkennt die Bundesregierung den Zeitdruck der Steuerberaterkanzleien damit an und entlastet den Berufsstand mit einer praxistauglichen Regelung. Besonders hilfreich ist die geplante Fristabschmelzung über mehrere Jahre, um den aktuellen Bearbeitungsrückstau in den Steuerberaterkanzleien sukzessive abzubauen. Die BStBK forderte zwar einen noch längeren Zeitraum zur Fristabschmelzung. Dennoch schafft der aktuelle Beschluss dringend benötigte Erleichterung sowie wichtige Planungs- und Rechtssicherheit für Berufsstand und Finanzverwaltung. Die letzte Hürde des Gesetzgebungsverfahrens ist der Beschluss im Bundesrat am 10. Juni 2022.