BMWi hilft - bis zu 4.000 € Beratungskosten ohne Eigenanteil für KMU und Freiberufler in der Corona-Krise

Steuerberatungskanzleien sind für ihre Mandanten oft die ersten Ansprechpartner, wenn es um grundlegende finanzielle Weichenstellungen in Krisenzeiten geht. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort betriebswirtschaftliche Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 € ohne Eigenanteil.

Im Rahmen dieses Förderprogramms können zu allen von ihm abgedeckten Themen grundsätzlich auch betriebswirtschaftliche Beratungen durch Steuerberater gefördert werden. Eine Beratung zu steuerlichen Fragen hingegen wird nicht gefördert (Tätigkeiten, die z. B. die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben).

Die Fördermittel werden in Abweichung vom üblichen Vorgehen direkt an den Berater und nicht an das beratene Unternehmen ausgezahlt. Anträge können bis zum 31.12.2020 gestellt werden. Den entsprechenden Link zum Förderprogramm finden Sie hier: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung.html?nn=8062106

Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zwischen dem BMWi, dem BAFA und der BStBK besteht seit Jahren Übereinstimmung darüber, dass Steuerberater Berater im Sinne der Richtlinien sein können. Die Voraussetzung, dass mehr als 50 % des Gesamtumsatzes auf die entgeltliche Unternehmensberatung gerichtet sein muss, gilt bei Steuerberatern grundsätzlich als erfüllt. Unabhängig von dieser grds. Übereinstimmung prüft das BAFA pflichtgemäß in jedem Einzelfall, ob die Voraussetzungen für die Beratungsförderung erfüllt sind.

Die Ergänzung der Förderrahmenrichtlinie finden Sie unter:www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/B/bekanntmachung-foerderung-unternehmerischen-know-hows.pdf