NRW-Soforthilfen 2020 kommen unbürokratisch an

Stand: 02.04.2020
Am 27.03.2020 wurde das elektronische Antragsverfahren freigeschaltet, das Kleinunternehmen eine erste Finanzspritze für laufende Kosten wie z. B. Mieten ermöglicht. Dabei ist es gelungen, noch weitere Vereinfachungen zu erreichen. Zum Beispiel wurde die Antragsfrist bis Ende Mai verlängert und der Bezug von Hilfen nach dem SGB II ist kein Ausschlussgrund mehr für den Bezug der Soforthilfen.

Bund und Land stellen Unternehmen mit bis zu 5 Vollzeitkräften 9.000,00 € für drei Monate bereit, bis 10 Mitarbeiter sind es 15.000,00 €. Für Firmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern gibt es 25.000,00 €. Die Hilfe wird gewährt, entweder bei drastischem Umsatzeinbruch, Betriebsschließung durch Corona oder fehlende finanzielle Mittel zur Deckung der kurzfristigen laufenden Verbindlichkeiten. Das Verfahren wird nur online durchgeführt werden. Weitere Einzelheiten zu den Voraussetzungen und Ansprechpartner finden Sie hier.

Das Antragsformular für die NRW-Soforthilfe 2020 ist online unter soforthilfe-corona.nrw.de



Hintergrund:
Stand: 23.03.2020
25 Milliarden Euro will die Landesregierung zur Rettung angeschlagener Unternehmen in NRW investieren. Das erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach einem „Sondergipfel“ zwischen Arbeitgebern, Politik und Gewerkschaften am Donnerstag (19.03.2020). Dieser „Rettungsschirm“ sei das größte Programm seit dem Bestehen Nordrhein-Westfalens, sagte Laschet. „Wir wollen, dass kein gesundes Unternehmen wegen des wirtschaftlichen Einbruchs an mangelnder Liquidität scheitert.“

Dem Vernehmen aus Beraterkreisen nach, sollen die zugesagten, „schnellen“ Kredite derzeit zu Zinssätzen von bis zu 7 Prozent angeboten werden. Der Präsident der StBK W-L, Volker Kaiser, sieht diese Form der Hilfe mehr als kritisch: "Das ist nicht der richtige Weg, den jetzt notleidenden Unternehmen zu helfen. Wir werden dem nachgehen und unsere Mitglieder über die Entwicklungen informieren", erklärte Kaiser. Alle weiteren Informationen erhalten Sie über die stetige Aktualisierung dieser News.

NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) kündigte zudem Maßnahmen an, die Unternehmer schon mal bei der Steuerzahlung entlasten sollen. So sollen ab sofort Steuerzahlungen zinslos gestundet werden. Steuervorauszahlungen können reduziert werden – das gelte auch für die Gewerbesteuer. Vollstreckungen würden vorübergehend ausgesetzt, Säumniszuschläge erlassen. Aktuell finden sie die entsprechenden Antragsformulare unter folgendem Link:
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/pressemitteilung/wirtschaftsgipfel-landesregierung-sagt-nrw-rettungsschirm-zu-sondervermoegen-von-25
oder direkt nach Ihrem erfolgreichen Login auf unserer Website im internen Mitgliederbereich zum Download.

Um der Gründerszene und Startup-Unternehmen zu helfen, sollen Landesbürgschaften des Landes massiv aufgestockt werden, erklärte NRW Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Die Mittel dafür sollen von derzeit 900 Millionen Euro auf 5 Milliarden Euro erhöht werden. Anträge auf solche Landesbürgschaften würden innerhalb von einer Woche bearbeitet, versprach der Minister.

Quelle: WDR-Liveticker https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/ticker-corona-virus-nrw-100.html?time=1584624413726