Steuerberatungsgesellschaften

Steuerberatungsgesellschaften sind zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen befugt. Sie bedürfen der Anerkennung durch die zuständige Steuerberaterkammer. Die Anerkennung setzt den Nachweis voraus, dass die Gesellschaft von Steuerberatern verantwortlich geführt wird (§ 32 Abs. 3 StBerG). Weitere Voraussetzungen regeln die §§ 49 ff. StBerG.

Die Zuständigkeit für die Entscheidung über den Antrag auf Anerkennung liegt bei der Steuerberaterkammer, in deren Kammerbezirk die Gesellschaft ihren Sitz hat.

Steuerberatungsgesellschaften können in der Rechtsform der GmbH,, UG, AG, KG aA, KG, OHG und PartG gegründet werden. Einzelheiten zu den Anerkennungsvoraussetzungen sowie zum Anerkennungsverfahren finden Sie im folgenden Merkblatt zur Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft:

Für die Errichtung einer Steuerberatungsgesellschaft stellen wir Ihnen die nachfolgenden Musterverträge zur Verfügung:

GmbH

UG

AG

KG

GmbH & Co. KG

PartG (s. hierzu auch die Hinweise zur "einfachen" PartG)

PartG mbB


Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass gemäß § 49 Abs. 4 StBerG jede Änderung des Gesellschaftsvertrages, der Satzung, der Gesellschafter oder der Person der Vertretungsberechtigten der zuständigen Steuerberaterkammer anzuzeigen ist. Der Änderungsanzeige ist eine öffentlich beglaubigte Abschrift der jeweiligen Urkunde beizufügen. Die Vorlage einer einfachen Abschrift der jeweiligen Urkunde reicht aus, wenn die Änderung im Handelsregister oder Partnerschaftsregister eingetragen und eine beglaubigte Abschrift oder ein amtlicher Ausdruck der Eintragung bei der Steuerberaterkammer eingereicht wird. Liegt der Steuerberaterkammer bereits eine öffentlich beglaubigte Abschrift der jeweiligen Urkunde vor, reicht es aus, wenn nach Eintragung der Änderung im Handelsregister oder Partnerschaftsregister ein einfacher Ausdruck der Eintragung oder eine Kopie des Ausdrucks bei der Steuerberaterkammer eingereicht wird.

Gemäß § 50 der Verordnung zur Durchführung der Vorschriften über Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften haben alljährlich im Monat Januar die Mitglieder des zur gesetzlichen Vertretung berufenen Organs oder die vertretungsberechtigten Gesellschafter einer Steuerberatungsgesellschaft eine von ihnen unterschriebene Liste der Gesellschafter bei der zuständigen Steuerberaterkammer einzureichen. Das entsprechende Formblatt stellen wir Ihnen hier zur Verfügung:

Abschließend machen wir darauf aufmerksam machen, dass bei aller Sorgfalt die Notwendigkeit besteht, die Musterunterlagen bei ihrer Umsetzung im Einzelnen kritisch durchzusehen. Die Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe kann keine zivilrechtliche Haftung für die o. b. Musterverträge übernehmen.